18.07.2011

Teurer Müll

Die Schweden gelten als sehr naturverbundene Menschen.
Beginnt der Sommer, geraten sie kollektiv in einen 'ute i naturen'-Dauerzustand.
Gehen immer auf der sonnigen Seite der Strasse.
Liegen fast unbekleidet in öffentlichen Parks und Friedhöfen.
Fangen jeden Sonnenstrahl auf und sammeln ihn für den langen, dunkeln Winter.
So weit, so gut. Das ist verständlich.
Nur wurde es offenbar in letzter Zeit immer normaler und alltäglicher, den Abfall nach vorangegangenem Picknick oder Grillfest einfach liegenzulassen.
Die Natur als grosser, billiger Abfalleimer.
Wir kennen das hier ebenfalls.
Nun, Schweden ist nicht die Schweiz!
In Schweden wurde man aktiv.
Seit anfangs Juli ist die Polizei befugt, Abfallverursacher mit  800 Kronen (ca. 120 Franken) zu büssen.
Was dann im Artikel der DN so tönt:
"Böter för glasflaskor, ölburkar och engångsgrillar – men inte cigarettfimpar."
(Bussen für  Glasflaschen,  Bierdosen und Einweggrills - aber nicht für Zigarettenkippen).

Die nach dem Zufallsprinzip befragten Leute äusserten sich übrigens alle positiv zum neuen Gesetz.
So wie diese Passantin: "Det är en jättebra lag, men den skulle även gälla för fimpar".

Foto: Nicklas Thegerström / DN

PS. "Das ist ein sehr gutes Gesetz, aber es müsste auch für Kippen gelten",
meint auch Hausfrau Hanna  

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