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25 Oktober 2018

Touristin in der eigenen Stadt (2)


Gestern.
Auf dem Weg ins kleine Kulturkino 
komme ich an einem Büroraum vorbei, 
der soeben fertig renoviert und bezogen worden ist.
Die Fensterscheiben sind noch voller Baustaub und Schlieren. 
Ich werfe einen diskreten Blick hinein und sehe an der Wand ein Plakat hängen:




Das Schwarzweissfoto zeigt den Schriftsteller Gerhard Meier,
der mit übereinandergeschlagenen Beinen dasitzt und ruhig in die Kamera blickt.
Vielleicht hat er genau in diesem Moment den Gedanken formuliert,
der auf dem Plakat oben linkszu lesen ist:


Ich bin ihr einfach verfallen
der Schönheit der Gewöhnlichkeit,
der Grösse der Gewöhnlichkeit.

Gerhard Meier, 1917 - 2008
Schweizer Schriftsteller


PS.
Beim Heranzoomen ist der Name der Fotografin erkennbar... 





10 Kommentare:

  1. Oh ja, Zufälle gibt es, liebe Hausfrau Hanna, die sind einfach frappant!
    Dass wir heute beide Gerhard Meier zu Wort kommen lassen, ist ein besonders schöner.

    Lieben Dank für diese feinen Zeilen von ihm und von Ihnen.
    Und schönen Gruss in den Stadt-Land-Tag,
    Frau Quersatzein

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  2. Oha, da war mal was mit dieser Fotografin :-)

    Die Gedanken des Dichters gefallen mir.
    Gruß aus dem trüben Vormittag ohne Regen
    Sonja

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  3. Interessante Gedanken in wunderbare Zeilen geschmiedet und von Ihnen aufgeschnappt per Kamera.
    Und dann wieder DIE Fotografin, da ist doch eine Art Nähe, irgendwie …
    Herzliche Grüße aus dem herbstlichen München
    Petra

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  4. so nun hab ich doch glatt mal gegoogelt nach Herrn Meier, heute sogar zweimal vertreten auf meinen blogspaziergängen! es ist so interessant, welch interessante lyriker die Schweiz doch hat!
    und für Frau Ohlbaum hab ich eh was übrig...
    danke! und einen schönen Baseltag wünsch ich!
    Sylvia

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  5. Was entsteht dann wohl in dem Büro?
    Wieder habe ich etwas gelernt von Dir. Gerhard Meier habe ich nämlich noch nicht gekannt. Dafür Niederbipp.
    Liebe Grüsse aus dem Seetal
    Regula

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  6. Und das nur,
    liebe Frau Quersatzein,
    weil ich vorgestern zuviel Zeit hatte und zu Fuss ins Kino ging...
    Da fällt der Blick dann schon mal auf Neues!

    Lieben Gruss von
    Hausfrau Hanna (die Gerhard Meier sehr schätzt :))

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  7. Das Wildgansgedächtnis,
    liebe Sonja,
    erinnert sich richtig: Da war was mit der Fotografin!
    Eine Mahnmail...

    Lieben Gruss rheinabwärts
    Hausfrau Hanna

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  8. Gerhard Meiers Gedanken,
    liebe Petra,
    geben mir Anstösse und oft auch eine tiefere Bestätigung.

    Ich musste schmunzeln über das grossgeschriebene, hervorgehobene DIE Fotografin ;)
    Das Porträt jedenfalls gefällt mir sehr gut!


    Lieben Gruss nach München
    Hausfrau Hanna

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  9. Das finde ich auch,
    liebe Sylvia,
    dass die Schweiz/Deutschschweiz sehr gute Autoren, Lyrikerinnen, Schreibende hat.
    Vielleicht (leider) sind sie in Deutschland nicht so bekannt.

    Ich empfehle dir, Gerhard Meiers 47-seitiges Bändchen 'Ob die Granatbäume blühen' zu
    lesen :)


    Lieben Gruss nach Hannover
    Hausfrau Hanna

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  10. Mir entging völlig,
    liebe Regula,
    dass die Basler Traditionsbuchhandlung 'Das Narrenschiff' an der Steinentorstrasse schloss. Zusammen mit 'Zytglogge' und 'Bergli Books' richtete der Schwabe-Verlag stattdessen ein "Haus der Verlage" ein.

    Ja, Gerhard Meier war ein Niederbipper! :)

    Ich schicke dir einen herzlichen Gruss vom Rhein ins Seeland - hab ein schönes Wochenende
    Hausfrau Hanna

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